Der
permanente Anstieg der Preise der fossilen Brennstoffe,
macht eine Holzheizung wieder interessant. Die Holzheizung
kann in Kombination mit einer Ölheizkessel, Gasheizkessel
oder unabhängig betrieben werden. Bei der Holzheizung können
nachwachsende Rohstoffe,
wie Holz, Pellet oder Hackgut verwendet werden.
Stückholzanlagen
Stückholzanlagen bedingen eine sorgfältige Abklärung über
Lagerplatzverhältnisse, Heizraumkonzept in Bezug auf
Anlieferung und Beschickung. Bei modernen Stück-Holzanlagen
gilt: Holz einfüllen, anzünden und alles andere läuft
automatisch.
(Bildquelle
hoval.ch)
Grosse Heizkessel-Füllräume in Kombination mit einer
Energiespeicheranlage sorgen für eine
lange
Brenndauer.
Pelletanlagen
Wer sich für den Energieträger Holz entscheidet, muss heute
nicht mehr auf einen vollautomatischen Betrieb wie eine
Oel-
oder Gas-Heizkesselanlage verzichten. Der
heimische
Brennstoff Pellet,
der aus natur belassenen Holzabfällen unter hohem Druck und
ohne Beigabe von Bindemitteln gepresst wird, macht dies
möglich.
Pelletanlagen
können grundsätzlich in fast allen Bereichen eingesetzt
werden. Besonders geeignet sind sie jedoch in Objekten, bei
denen eine Gasversorgung fehlt, und die Wahl einer
Wärmepumpe, bedingt durch sehr aufwendige, bauliche
Massnahmen nicht sinnvoll ist.
(Bildquelle
hoval.ch)
Pelletstank oder Lagerraum? Damit Ihre Heizung wirklich
Ihren Anforderungen entspricht, können Sie nach belieben
wählen. Lagerraum oder Gewebetank?In vielen
Fällen eignet sich der
Tankraum
auch als
Pelletlagerraum.
Eine Demontage der alten Tankanlage ist praktisch in jedem
Fall möglich.
Grundsätzlich kann ein Lagerraum auch weiter entfernt im
Gebäude verwendet werden.
Pelletsbeschickungen
unterscheiden sich grundsätzlich durch -
Direktes Schnecken-Entnahmesystem
- Vakuumsaugsystem
Jahresbedarf und Lieferumfang
Für die
Versorgung der Heizanlage eines Einfamilienhauses mit einer
Heizlast von ca. 10 kW/h ist ein Jahresbedarf von ca. 10 m3
Rauminhalt erforderlich. Die Anlieferung mit einem
Silopumpwagen schafft ähnliche Lieferverhältnisse wie bei
Öl.
Schnitzelfeuerungen
Bei der
Wahl einer Schnitzelanlage müssen die Platz-, Lager- und
Lieferverhältnisse unbedingt abgeklärt werden.
Schnitzelanlagen sollten, bedingt durch relativ hohe
Investitionskosten nach Möglichkeit bei grösseren Leistungen
verwendet werden.
Der
Holzschnitzel-Brennstoff aus der Waldwirtschaft und der
holzverarbeitenden Industrie eignet sich insbesondere für
automatische Feuerungen in Schulanlagen, Mehrzweckgebäuden,
Gewerbe- und Industriebauten.
(Bildquelle
liebilnc.ch)
Schnitzelanlagen sind ökologisch und wirtschaftlich gesehen
unter Einbezug eines Schnitzellieferanten bestens für
Wärmeverbundanlagen
in einem ganzen Quartier sinnvoll.
Was ist
Hackschnitzel?
Hackschnitzel (auch Hackgut oder Holzschnitzel genannt)
werden aus Holzabfällen oder Brennholz mit Hilfe einer
Hackmaschine hergestellt. Die Schnitzel werden aus
lufttrockenem Holz produziert, oder nach dem Hacken zum
Trocknen gelagert.
Wo können Hackschnitzel bezogen werden? Bei Landwirten oder
Waldbesitzer die vielfach auch eine eigene Hackmaschine
haben.
Energieträger Holz und CO2
Holz als ältester Energiestoff gewinnt heute wieder
zunehmend an Bedeutung. Stellt man einen Vergleich mit Öl
und Gas an, ist der Energieträger Holz jedem anderen
Brennstoff überlegen. Im Gegensatz zu anderen Brennstoffen
wird bei der Verbrennung von Holz nur so viel CO2
freigesetzt, wie der Baum vorher im Laufe seines Wachstums
der Atmosphäre entzogen hat und wie beim "Verrotten" des
Holzes im Wald ohnehin gebildet würde. Das entstehende
Kohlendioxid wird vom nachwachsenden Wald wieder
aufgenommen, und damit ist der CO2-Kreislauf geschlossen.
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